Berlin Unlimited ist das erste transdisziplinäre Festival, das mittels Kunst, Architektur und urbanem Diskurs ein Bild des zeitgenössischen Berlins 25 Jahre nach dem Fall der Mauer zeichnet. Die Ausstellung deckt Widersprüche zwischen individueller Freiheit und urbanen Zwängen auf. Anhand von Kunst und Medien, Architektur und Stadtplanung, Theorie und Forschung enthüllt, reflektiert, reformiert und hinterfragt BERLIN UNLIMITED die Grenzen und Limits der Stadt; in ihrer Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Ist Berlin limited, unlimited, unlimited...? «BERLIN, DEIN GESICHT HAT SOMMERSPROSSEN» – der Titel des Liedes von Hildegard Knef aus dem Jahr 1966 beschreibt – 25 Jahre nach dem Mauerfall und nahezu 70 Jahre nach dem letzten Krieg – das Ergebnis einer Ära der Zerrissenheit dieser Stadt. Im Laufe des 20. Jahrhunderts reagierte Berlin mit außergewöhnlicher Dynamik auf die ungewöhnlichen Umstände, die durch eine Reihe geopolitischer Ereignisse und historischer Umschwünge verursacht wurden. Im letzten Jahrhundert wurde die Stadt an der Spree Hauptstadt der Avantgarde, der unkonventionellen Lebensweise, der Sozialreformen, der Verzweiflung, Zerstörung, Teilung, Versöhnung und Wiedervereinigung, der Einheit, Hoffnung und Möglichkeit... Die Sommersprossen Berlins sind Zeugen dieser ständigen sozialen und räumlichen Veränderung eines Stadtgefüges und einer Gesellschaftsstruktur, die im Laufe der Zeit wieder und wieder ersetzt und neu organisiert wurde. Durch die räumlichen und politischen Grenzen zwischen den vorherrschenden Ideologien hat Berlin in den letzten 25 Jahren seine Teile wieder „zusammengenäht“. Dennoch: „Zwei Hälften ergeben nicht automatisch ein Ganzes.“





